Escobar
Über zwanzig Jahre sind seit dem Tod von Drogenbaron Escobar vergangen, vergessen ist er nicht. Eine Art „Escobar privat“ liefert der in Rom geborene, am New Yorker Actor’s Studio ausgebildete Andrea Di Stefano in seinem Kinoerstling, er interessiert sich eher für den Familienmenschen als den notorischen Verbrecher. Mit differenziertem Spiel weckt der einschlägig vorbelastete Oscar-Preisträger Benicio Del Toro den monomanen Gangster zum Leben, geschickt mixt der Filmemacher nach eigenem Skript Fakten mit Fiktion. Langsam baut er die Spannung auf, allmählich zeigt Escobar sein wahres Gesicht, immer brutaler geht er gegen seine (vermeintlichen) Widersacher vor – und macht schließlich auch vor der eigenen Familie nicht halt.
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