Birdman

Birdman

Birdman
USA 2014
Regie: Alejandro G. Iñárritu ¨C mit Michael Keaton, Emma Stone, Edward Norton, Naomi Watts - 119 min
Kino in der Brotfabrik
Kreuzstraße. 16, Bonn, NRW

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Raffiniert erzählte Geschichte eines Superhelden-Darstellers, der ein Raymond-Carver-Stück am Broadway inszenieren will. Zwischen Tragödie, Künstlerdrama, beißender Satire und schwarzer Komödie pendelt der neue Film des renommierten mexikanischen Filmemachers Alejandro González Iñárritu. Sein „Birdman“ ist auch Milieustudie des Theaters und Films und (über)zeichnet das psychologische Profil eines Künstlers. Er heißt Riggan Thomson und war ehemals als „Birdman“ im Kino erfolgreich. Batman-Darsteller Michael Keaton spielt ihn. Das ist nur einer der zahlreichen Bezüge zwischen Fiktion und Realität, von denen der Film lebt und die er virtuos verwebt.

Mit einem anschließenden Vortrag von Bastian Reichardt:

Alejandro Iñárritus »Birdman« stellt sich als Film die Frage, was es heißt, ein Film zu sein. Diese Selbstreflexivität zeigt sich auf jeder Ebene des Films – im Plot ebenso wie in der technischen Machart. Der abgehalfterte Leinwandheld Riggan Thomson versucht, seiner Karriere mit einer Broadway-Produktion erneuten Auftrieb zu verleihen und wird dabei nicht zufällig von Michael Keaton verkörpert – also einem abgehalfterten Leinwandhelden, der versucht, seiner Karriere mit »Birdman« neuen Auftrieb zu verliehen. In ulkiger Tragik offenbart die ständige Selbstreferenz des Films die immer offenkundigeren Egozentrismen der vereinzelt wirkenden Charaktere. Indem sich die Aufmerksamkeit auf den Anderen entzieht, zeigt sich ihre Bedeutsamkeit.

Trailer:

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