Programm: Schule und Kino
Polen und Deutsch-polnische Beziehungen in Geschichte und Gegenwart gehören zu den Schwerpunkten des Monatsprogramms. Globalisierung und Historienfilm wären weitere mögliche Perspektivierungen.
(DF) Deutschland / Großbritannien / Italien / Spanien 2009 - Regie: Sönke Wortmann - nach dem Roman von Donna Woolfolk Cross - mit Johanna Wokalek, David Wenham, John Goodman - FSK: ab 12 - Altersempfehlung: ab 14 - Länge: 148 min.
Historienfilm nach dem gleichnamigen Bestseller. Gab es im 9. Jahrhundert wirklich eine Päpstin Johanna? "Der Film [bietet] lohnende Ansätze für den Unterricht: So ließe sich im Geschichtsunterricht die Quellenlage der Legende untersuchen und fragen, aus welchen Gründen sich ihre Lesart mit den Zeiten und Autoren/innen wandelt. Im Religionsunterricht könnte man die Diskriminierung der Frauen innerhalb der katholischen Kirche diskutieren. Und generell drängt sich die Frage auf, wie viel Selbstverleugnung heutige Gesellschaften den Frauen abverlangen" (kinofenster.de).
16.1. um 21 Uhr, 17.1. um 17 Uhr im Kino in der Brotfabrik, 19.1. um 19.30 Uhr im LVR-LandesMuseum Bonn
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: 14.-20.1.
(engl./ Hindi OmU) Großbritannien / USA 2008 - Regie: Danny Boyle - nach dem Roman "Q & A (Rupien! Rupien!)" von Vikas Swarup - FSK: ab 12 - Altersempfehlung: ab 14 - Länge: 120 min.
Ein Junge aus den Slums von Mumbai gewinnt bei der indischen Version von "Wer wird Millionär". Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen. Oder doch? Oscar-Sieger 2009. "Tatsächlich scheint Boyle vor allem die Neugier nach Indien getrieben zu haben, aber was ist so schlecht an dieser Eigenschaft für einen Filmemacher? Es gehört zu den Stärken dieses Films, dass er den Zuschauer unverstellt eintauchen lässt in diese Eindrücke, von denen Indienreisende immer wieder erzählen, weil sie ihnen so widersprüchlich erscheinen. Es ist eben kein Film aus Indien, sondern das Indien-Bild eines Europäers, gespiegelt am westlichen Kulturexportgut "Wer wird Millionär", aber getragen und unterstützt von einigen der besten Schauspieler und Musiker Bollywoods" (Frankfurter Rundschau).
19.1. um 21 Uhr, 20.1. um 19 Uhr im Kino in der Brotfabrik
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
(OmU) Ecuador 2006 - Regie: Tania Hermida - mit Cecilia Vallejo, Tania Martínez, Pancho Aguirre - Länge: 92 min.
Die spanische Rucksacktouristin Esperanza will Ecuador erkunden. Im Bus lernt sie Teresa (alias Tristeza) aus Quito kennen. Vergnügliches Roadmovie über Missverständnisse zwischen Europa und Lateinamerika, Reiseführerideal und soziale Realität Ecuadors und die Zufälle und Begegnungen des Reisens. Das Spielfilmdebüt der Regisseurin avancierte zum erfolgreichsten einheimischen Film in Ecuador.
21.-22.1. um 19 Uhr, 23.1. um 21 Uhr, 24.1. um 13 Uhr, 25.1. und 27.1. um 21 Uhr im Kino in der Brotfabrik, 26.1. um 19.30 Uhr im LVR-LandesMuseum Bonn
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: 21.-27.1.
(OmU) Polen 2007 - Regie: Andrzej Wajda - nach dem Roman „Post Mortem“ von Andrzej Mularczyk - mit Maja Ostaszewska, Artur Zmijewski, Andrzej Chyra, Jan Englert - FSK: ab 16 - Altersempfehlung: ab 16 - Länge: 121 min.
Im September 1939 fallen die deutsche und die sowjetische Armee in Polen ein. Der Historienfilm des polnischen Regiealtmeisters widmet sich dem lange tabuisierten bzw. den Deutschen angelasteten Massaker von Katyn, bei dem sowjetische Soldaten und Geheimdienstangehörige 1940 mehr als 22.000 polnische Offiziere, Polizisten und Intellektuelle ermordeten. "Der Film [eröffnet] Diskussionen über Rezeption und Aufarbeitung von Geschichte, auch über die Verdrängung und Verleugnung von Kriegsverbrechen und Faschismus" (kinofenster.de).
23.1. um 19 Uhr, 24.1. um 17.30 Uhr im Kino in der Brotfabrik
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
Deutschland 2008 - Regie: Hans-Christian Schmid - Dokumentarfilm - mit Beata Ciesla, Andrzej Zielinski - FSK: ab 12 - Altersempfehlung: 14-18 - Länge: 96 min.
Wie wird die Wäsche Berliner Luxushotels wieder blütenweiß? Dank polnischer Frauen, die zu Niedriglöhnen Akkordarbeit für einen deutschen Unternehmer leisten. "Der Film [ist] ausgezeichnet geeignet zur Illustration der unterschiedlichen Auswirkung der Globalisierung und der Innenansicht wirtschaftlicher Verknüpfungen und Abhängigkeiten, die durch Fakten und Zahlen alleine schlecht begreiflich gemacht werden können. Die Thematisierung vom Wert menschlicher Arbeit und der Möglichkeit seinen Arbeitsalltag (nicht) selbst bestimmen zu können, sowie die Betrachtung dessen, was Menschen zufrieden oder unzufrieden macht, kann dabei in verschiedene Unterrichtsinhalte eingebettet werden" visionkino.de.
25.-26.1. um 19 Uhr im Kino in der Brotfabrik
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
(engl. OF) USA 1942 - Regie: Ernst Lubitsch - mit Carole Lombard, Jack Benny - Länge: 99 min.
"1939 in Warschau probt das Theater eine Hitler-Parodie, aber der Einmarsch der deutschen Truppen verhindert die Aufführung; statt dessen kommt wieder "Hamlet" auf den Spielplan. Doch die Wirklichkeit überholt das Theater, und bald müssen die Schauspieler wirkliche Nazis spielen - Politthriller als bissig-böse Antinazi-Satire. Filmklassiker" (Lexikon Filme im Fernsehen). "Dieser Film mokiert sich nicht über die Polen; er war nur eine Satire über Schauspieler, Nazi-Geist und bösen Nazi-Humor. Obwohl dieses Bild des Nazismus als Farce gemeint war, zeigte es ihn doch ungeschminkter als viele Romane, Artikel und Filme, die sich mit dem selben Gegenstand beschäftigten" (Ernst Lubitsch). Der 1941 (!) gedrehte Film wurde in den von der Bundeszentrale für politische Bildung initiierten schulischen Filmkanon gewählt.
29.1. um 21 Uhr, 31.1. um 18 Uhr im Kino in der Brotfabrik
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
(OmU) Frankreich/ Belgien/ Luxemburg 1998 - Regie: Michel Ocelot - Altersempfehlung: ab 1. Klasse - Länge: 74 Min.
Farbenprächtiger Zeichentrickfilm über den kleinen afrikanischen Jungen Kiriku, der sein Dorf vom Fluch der Zauberin Karaba befreien will.
Am Montag, 22.2. um 9 Uhr im LVR-LandesMuseum Bonn
Weitere Termine im Kino in der Brotfabrik bei entsprechender Nachfrage möglich.
(OmU) Frankreich 2004 - Regie: Gilles Legrand - mit Jules Angelo Bigarnet, Jacques Villeret, Claude Brasseur - Altersempfehlung: ab 5. Klasse - Länge: 94 Min.
Weil sein Vater keine Zeit für ihn hat, soll der 8-jährige Tom das nächste Schuljahr bei seinem Großvater in den Bergen verbringen. Dort verschwand vor fünf Jahren seine Mutter in einem Gletscher. Tom beschließt, sie mit seinem Freund zu suchen.
Am Dienstag, 23.2. um 11 Uhr im LVR-LandesMuseum Bonn
Weitere Termine im Kino in der Brotfabrik bei entsprechender Nachfrage möglich.
(OmU) Frankreich 2002 - Regie: Nicolas Philibert - mit Georges Lopez, Olivier, Guillaume, Laura, Jonathan, Létitia, Alize, Jojo - Altersempfehlung: ab 5. Klasse - Länge: 104 Min.
Packender, in Frankreich sehr erfolgreicher Dokumentarfilm über eine französische Dorfschule und ihre vier- bis elfjährige Schülerinnen und Schüler. Einmal zuschauen, wie andere Kinder lernen und leben!
Am Donnerstag, 18.2. um 14 Uhr im Kino in der Brotfabrik
Weitere Termine im Kino in der Brotfabrik bei entsprechender Nachfrage möglich.
(OmU) Frankreich 2003 - Regie: Richard Berry - mit Jules Sitruk, Maria de Medeiros, Jean-Philippe Ecoffrey, Anna Karina - Altersempfehlung: ab 6. Klasse - Länge: 91 Min.
César Petit ist 10 1/2 Jahre alt, schüchtern und ein bisschen pummelig. Er und sein sportlicher Freund Morgan sind in ihre Mitschülerin Sarah verliebt. Um Morgans Vater zu finden, fahren alle drei, ohne den Erwachsenen bescheid zu sagen, eines Tages nach England. Treffsichere Komödie über Erwachsenwerden, Familie, Freundschaft und erste Liebe.
Am Donnerstag, 18.2. um 11.15 Uhr im LVR-LandesMuseum Bonn und am Montag, 22.2. um 14 Uhr im Kino in der Brotfabrik
Weitere Termine im Kino in der Brotfabrik bei entsprechender Nachfrage möglich.
(OmU) Belgien 2002 - Regie: Dominique Standaert - mit Kalomba Mbuyi, Jan Decleir, Antje De Boeck, Emile M'Penza - Altersempfehlung: ab 7. Klasse - Länge: 104 Min.
Der 13-jährige Justin und sein Vater Dieudonné sind illegale Einwanderer aus Burundi, die in Brüssel leben. Eines Tages wird Dieudonné entdeckt und abgeschoben. Justin kann fliehen und findet bei dem ehemaligen Anarchisten Frans Zuflucht. Sie sind entschlossen, den Kampf mit dem belgischen Staat aufzunehmen. Eine spannende und lustige Geschichte über Themen wie illegale Einwanderung und die Frage der Gewalt.
Am Freitag, 19.2. um 9 Uhr im LVR-LandesMuseum Bonn und am Dienstag, 23.2. um 14 Uhr im Kino in der Brotfabrik
Weitere Termine im Kino in der Brotfabrik bei entsprechender Nachfrage möglich.
(OmU) Belgien/ Frankreich/ Luxemburg 1996 - Regie: Jean-Pierre und Luc Dardenne - mit Jérémie Renier, Olivier Gourmet, Assita Ouedraogo - Altersempfehlung: ab 8. Klasse - Länge: 93 Min.
Roger schleust illegale Einwanderer aus Afrika nach Belgien ein. Als sein Sohn Igor mit ansehen muss, wie sein Vater einen Schwarzarbeiter sterben lässt, verspricht dem Sterbenden, sich um seine Familie zu kümmern. Der erste internationale Erfolg der Brüder Dardenne, die für ihre packenden, sozialrealistischen Filme bekannt sind.
Am Mittwoch, 24.2. um 9 Uhr im LVR-LandesMuseum Bonn
Weitere Termine im Kino in der Brotfabrik bei entsprechender Nachfrage möglich.
(OmU) - Frankreich 2001 - Regie: Jean-Pierre Jeunet - mit Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz - Altersempfehlung: ab 9. Klasse - Länge: 122 Min.
Modernes Kinomärchen über die Kellnerin Amélie und die Suche nach dem Glück.
Am Mittwoch, 24.2. um 11 Uhr im LVR-LandesMuseum Bonn
Weitere Termine im Kino in der Brotfabrik bei entsprechender Nachfrage möglich.
(OmU) Frankreich/ USA 2007 - Regie: Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud - Zeichentrickfilm mit den Stimmen von Chiara Mastroianni, Catherine Deneuve, Danielle Darrieux - FSK: ab 12 - Altersempfehlung: ab 10. Klasse - Länge 96 Min.
Der Film nach dem gleichnamigen autobiographischen Comic-Bestseller Marjane Satrapis. Die ebenso intelligent wie bewegend erzählte Geschichte einer Kindheit und Jugend im Iran und in Wien, zwischen Iranischer Revolution, Krieg und Exilserfahrung.
Am Freitag, 19.2. um 14 Uhr im Kino in der Brotfabrik und am Dienstag, 23.2. um 9 Uhr im LVR-LandesMuseum Bonn
Weitere Termine im Kino in der Brotfabrik bei entsprechender Nachfrage möglich.
(OmU) Frankreich 2008 - Regie: Laurent Cantet - nach dem autobiographischen Roman von François Bégaudeau - mit François Bégaudeau, Vincent Caire, Rachel Régulier, Anne Langlois - FSK: ohne Altersbeschränkung - Altersempfehlung: ab 11. Klasse - Länge: 128 Min.
Dokumentarisch wirkender Spielfilm über ein Schuljahr in einer französischen Brennpunktschule. "Der 2008 auf dem Filmfestival in Cannes mit der Goldenen Palme überraschend und doch vollkommen zu Recht ausgezeichnete Film richtet sich an alle Lehrer und ihre Schüler, an ein Millionenpublikum also, das er in Frankreich bereits erreicht hat, um zur Auseinandersetzung über Bildungschancen, Integrationsbemühungen, Sprachvermögen und Demokratieverständnis der Schüler sowie Unterrichtsmethoden und pädagogische Fähigkeiten der Lehrer beizutragen" (film-kultur.de).
Am Donnerstag, 18.2. um 9 Uhr und am Freitag, 19.2. um 11 Uhr im LVR-LandesMuseum Bonn
Weitere Termine im Kino in der Brotfabrik bei entsprechender Nachfrage möglich.
(OmU) Frankreich 1980 - Regie: François Truffaut - mit Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Jean Poiret, Heinz Bennent - Altersempfehlung: ab 12. Klasse - Länge: 131 Min.
1942. Paris unter deutscher Besatzung. Der Theaterregisseur Lucas Steiner, ein deutscher Jude, muss sich verstecken. Er hat die Leitung seines Theaters seiner Frau Marion überlassen, die dafür kämpft, den Theaterbetrieb aufrecht zu erhalten. Das klassische Meisterwerk des Nouvelle-Vague-Regisseurs Truffaut ist ein tragikomischer Film über das alltägliche Überleben in einer Zeit der Entbehrungen, des Widerstandes und Verrats.
Am Montag, 22.2. um 11 Uhr im LVR-LandesMuseum Bonn
Weitere Termine im Kino in der Brotfabrik bei entsprechender Nachfrage möglich.
BRD 1960 - Regie: Peter Gorski - mit Will Quadflieg, Gustav Gründgens, Elisabeth Flickenschildt - nach dem Theaterstück von Johann Wolfgang von Goethe - Länge: 128 Min.
Die Verfilmung der legendären Inszenierung von Gustav Gründgens im Deutschen Schauspielhaus Hamburg.
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
(DF) Frankreich/ Polen/ BRD 1982 - Regie: Andrzej Wajda - nach einem Theaterstück von Stanislawa Przybyszewska - mit Gérard Depardieu, Patrice Chéreau - Länge: 136 Min.
"Dantons Tod als philosophisches Theaterdrama um Freiheit und Demokratie und ihre Aushöhlung durch die Überhöhung von abstrakten Prinzipien. (...) in einer (...) spannenden Weise inszeniert (...)" (Lexikon des internationalen Films). Als Ergänzung zur schulischen Behandlung des Büchner-Stücks "sehr empfehlenswert" (Klett).
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
BRD/F 1975 - Regie: Eric Rohmer - mit Edith Clever, Bruno Ganz, Edda Seippel, Otto Sander - nach der Erzählung von Heinrich von Kleist - Länge: 102 Min.
Rohmers sensible, an der Literatur und Kunst um 1800 orientierte Verfilmung der Geschichte einer jungen Adligen, die ohne ihr Wissen geschwängert worden ist. "Mit Sinn für die Absurdität der Geschichte legt Rohmer die ironische Moralkritik der Vorlage bloß, um daraus ein heiteres Plädoyer für die praktizierte Menschlichkeit jenseits bürgerlicher Konventionen zu entwickeln" (Lexikon des internationalen Films). "Kleists Text Wort für Wort zu folgen, ist das Leitmotiv unserer Verfilmung!" (Rohmer)
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
BRD 1972-74 - Regie: Rainer Werner Fassbinder - nach dem Roman von Theodor Fontane - Länge: 141 Min.
Die 17-jährige Effi (Hanna Schygulla) wird mit dem zwanzig Jahre älteren Baron von Innstetten verheiratet. Bald fühlt sie sich einsam und unglücklich. Da lernt sie den jungen Major Crampas kennen. "Äußerst subtil inszenierte und geschlossene Verfilmung" (Lexikon des internationalen Films).
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
BRD/ Frankreich 1965 - Regie: Volker Schlöndorff - nach dem Roman von Robert Musil - mit Mathieu Carrière - Länge: 87 Min.
"In einem Jungeninternat entwickeln sich unter den aus wohlhabenden Kreisen stammenden Zöglingen Hierarchien der Macht und der Abhängigkeit, die in der Mißhandlung eines Außenseiters jüdischer Herkunft gipfeln. Der junge Törless beobachtet das Treiben aus der Distanz [...]. Kongeniale Robert Musil-Adaption, die der klaustrophobischen, von Dekadenz gezeichneten Atmosphäre ihrer Vorlage gerecht wird und auch deren subtile Psychologie präzise rekonstruiert. [...] Volker Schlöndorffs Spielfilmdebüt überzeugt durch stilistische Geschlossenheit [...] und kritische Intelligenz" (Lexikon des Internationalen Films).
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
BRD/ Frankreich/ Griechenland 1990 - Regie: Volker Schlöndorff - nach dem Roman von Max Frisch - Länge: 113 Min.
"Ein in der Interpretationsnähe zur Ödipus-Tragödie nach Max Frischs Roman gestaltetes Drama, das in mitunter überwältigenden Bildern (...) die Stationen einer falschen Selbstdefinition beschreibt" (Lexikon des internationalen Films).
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
(OmeU) - Frankreich 1937 - Regie: Jean Renoir - mit Erich von Stroheim, Jean Gabin - 107 Min.
Die wechselnden, zumindest ebenso sehr von Klassenzugehörigkeit wie von Nationalität geprägten Beziehungen zwischen einem deutschen Offizier und drei Franzosen in einem Gefangenenlager des Ersten Weltkriegs - einer der ganz großen, immer noch sehenswerten Klassiker des Antikriegsfilms.
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
(OmeU) - Frankreich 1959 - Regie: François Truffaut - Länge: 88 Min.
Einer der großen Klassiker des französischen Kinos, erster Film Truffauts und Durchbruch der Nouvelle Vague, zugleich ein immer noch mitreißender Jugendfilm über die Erlebnisse des 13 jährigen Antoine Doinel, seinen Ärger mit Schule und Elternhaus. "Ein stilistisch und inszenatorisch wundervoller Film" (Lexikon des internationalen Films).
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
(OmU) - Frankreich 1997 - Regie: Alain Resnais - mit Pierre Arditi, Sabine Azéma - Länge: 122 Min.
Leichthändig inszenierte Musical-Komödie des Altmeisters Alain Resnais, die 1998 mit gleich 7 Césars ausgezeichnet wurde (u.a. bester französischer Film 1998).
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
(OmU) - Frankreich 2001 - Regie: Jean-Pierre Jeunet - mit Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz - Länge: 122 Min.
Modernes Kinomärchen über die Kellnerin Amélie und die Suche nach dem Glück.
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
(OmeU) - Mexiko 1950 - Regie: Luis Buñuel - FSK: ab 16 - Länge: 80 Min.
Pedro lebt in den Slums von Mexiko City. Er gerät in den Bann einer Bande krimineller Jugendlicher. Als er Zeuge wird, wie der Bandenchef El Jaibo ein anderes Mitglied tötet, gerät auch sein eigenes Leben in Gefahr. Buñuels beklemmende, illusionslose Darstellung der sozialen Randgruppen der mexikanischen Gesellschaft wurde 1951 in Cannes mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Der mexikanische Filmklassiker ist einer der wenigen Filme, die in das Weltregister "Memory of the world" der UNESCO aufgenommen worden sind.
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
(OmU) Spanien/Frankreich 1983 - Regie: Víctor Erice - nach der gleichnamigen Erzählung von Adelaida García Morales - mit Omero Antonutti, Sonsoles Anranguren, Icíar Bollaín, Lola Cardona - Länge: 94 Min. - Altersempfehlung: ab 16
Themen: Jugend, das Erbe des Spanischen Bürgerkriegs und die Franco-Diktatur, Familie, Identität
Eines Tages verschwindet der Vater der jungen Estrella. Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend im Spanien der 1950/60er Jahre tauchen auf, an die liebevolle Beziehung zu ihrem Vater, der seine Heimat in Südspanien infolge des Spanischen Bürgerkriegs verlassen hatte. Wird Estrella dem Geheimnis ihres Vaters auf die Spur kommen? Ein intensiver, poetischer Film über das Erwachsenwerden und eine der ersten filmischen Annäherungen an die Zeit der Franco-Diktatur. Erices Film gilt als eines der großen Meisterwerke des spanischen Kinos. Da seine ausgefeilte Ästhetik und sein ruhiges Tempo für heutige Schüler/innen aber ungewohnt sein dürften, ist eine Vorbereitung hier besonders wichtig.
Estrella es una joven adolescente, cuyo padre un día desaparece. Imágenes de la niñez, la adolescencia en la España de 1950/60 y la amorosa relación con su padre emergen en sus recuerdos y la llenan de incertidumbre. ¿Podrá Estrella seguirle la pista a la misteriosa historia de su padre?
Una intensa y poética historia sobre el crecer y la búsqueda de la propia identidad, y uno de los primeros acercamientos a la guerra civil española y a la dictadura de Franco. La película de Érice es considerada uno de los clásicos del cine español. Debido a su estética elaborada y al ritmo lento puede ser algo extraña para los jóvenes de hoy, por lo que se recomienda preparar a los alumnos.
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
(OmU) - Spanien 1999 - Regie: Pedro Almodóvar - FSK: ab 12 - Altersempfehlung: ab 16 - Länge: 101 Min.
Esteban ist gerade 17 geworden, will Schriftsteller werden und mehr über seinen Vater erfahren, den er nie gekannt hat. Als er bei dem Versuch, das Autogramm einer bewunderten Schauspielerin zu erhalten, von einem Auto überfahren wird, macht sich seine Mutter Manuela ihrerseits auf die Suche nach dem Vater ihres Sohnes. Sie bricht nach Barcelona auf, zu einer Reise in ihre Vergangenheit. In Barcelona trifft sie alte Freundinnen und schließlich auch den Vater Estebans - der inzwischen eine Frau ist und Lola heißt. Der vielfach ausgezeichnete Film (u.a. 1 Oscar, Europäischer Filmpreis, 7 Goyas) wurde in den von der Bundeszentrale für politische Bildung initiierten Filmkanon gewählt.
Mögliche Termine für Schulvorstellungen: auf Anfrage
Am 14.1. um 19 Uhr präsentiert die Regisseurin Sung-Hyung Cho ihren Dokumentarfilm ENDSTATION DER SEHNSÜCHTE (D / Südkorea 2009) über ein deutsches Dorf in Südkorea, der bis zum 20.1. im Kino in der Brotfabrik gezeigt wird. Beachten Sie auch die weiteren Filme der polnisch-deutschen Filmreihe vom 23.-30.1. Außerdem läuft ab. 28.1. der vielfach prämierte japanische Film NOKAN (Japan 2008) von Yojiro Takita, der sich auf heiter-melancholische Weise mit Tod und Leben in Japan auseinandersetzt.
Schule und Kino: Wie geht das?
Links zum Filmeinsatz im Schulunterricht
Abendprogramm
Sie können auch Schulvorstellungen am Vormittag oder Nachmittag buchen. Die Filme, die abends gespielt werden, stehen meistens während der Zeit ihres Abendeinsatzes auch tagsüber zur Verfügung, einige Filme sogar darüber hinaus. Fragen Sie einfach nach!
Weitere Informationen und aktuelle Filmvorschläge für Schulvorstellungen: schulkino@bonnerkinemathek.de
Unsere Eintrittspreise richten sich nach der Zahl der Schüler/innen: In regulären Vorstellungen kostet die Karte ab 8 Personen (Schüler/innen mit oder ohne Lehrer/in) 4 Euro. In Schulvorstellungen beträgt der Eintrittspreis bis 20 Personen 100 Euro für die gesamte Gruppe (bei Filmen, die extra bestellt werden müssen 250 Euro), ab 20 Personen 5 Euro pro Person, ab 40 Personen 4 Euro pro Person, begleitende Lehrer/innen haben freien Eintritt. Für Schulfilmfestivals gelten besondere Eintrittspreise.