Kena und Ziki sind zwei Teenager aus dem kenianischen Nairobi und dicke Freundinnen, obwohl ihre Familien politisch entgegengesetzte Ansichten vertreten. Sie halten zusammen, wollen mehr und verlieben sich ineinander, was sie in ihrer konservativen Gesellschaft in Bedrängnis bringt. RAFIKI war mit seiner Buntheit und Frische ein Hit beim Publikum am Festival von Cannes. Der Film strahlt das aus, was auch die junge Filmemacherin Wanuri Kahiu auszeichnet: Ein gesundes Selbstbewusstsein afrikanischer Jugendlicher, die hier und jetzt für sich einstehen und für ein selbstbestimmtes und fröhliches Leben. Die Kenianerin mag es nicht, dass ihr Kontinent dauernd nur als Opfer und Zone des Leidens vermittelt wird. Und so reist sie um die Welt und macht Filme, erzählt Geschichten, die vor Lebensglauben und Freude nur so sprühen. «Afro-Bubblegum» nennt sie das Konzept, und sie hebt sich erfrischend ab.

19/02/2019 - 16:30 Afrikanisches Kino, OmU
Rafiki
Kino in der Brotfabrik
Kenia 2008
Regie: Wanuri Kaniu – mit Samantha Mugatsia, Sheila Munyiva – OmU – 82 min