Regisseur Philipp Leinemann blickt tief in die verworrene Welt der Geheimdienste. Was er dort findet ist vielschichtig und komplex und darin liegt die größte Qualität des Films. Kein ungeschöntes Loblied auf die Staatsorgane singt er, verdammt sie aber auch nicht. Stattdessen beschreibt er die Strukturen der Geheimdienste, deutet Verflechtungen an, die meist kaum nach außen dringen, stellt Fragen nach politischer und moralischer Verantwortung und kommt am Ende zum Schluss, dass die Wahrheit meist nicht schwarz oder weiß, sondern grau ist. Ein spannender und bemerkenswert intelligenter Film, der sich in Bereiche vorwagt, in die das deutsche Kino nur selten blickt.

21/05/2019 - 16:30 Deutsches Kino
Das Ende der Wahrheit
Kino in der Brotfabrik
D 2019
Regie: Philipp Leinemann